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Mittelbayerische
Zeitung 25 / 03 /
2000
| Die Idee
vom Skulpturen-Pfad |
| nimmt
allmählich Gestalt an |
| Bildhauerin Gisela Walch
installiert "Arche Noah" auf Kallmünzer Brücke |
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Von unserer Redakteurin
Marion Koller
Kallmünz: Ein Spaziergang in Kallmünz kann eine Künstlerische
Entdeckungstour sein. Wer mit offenen Augen durch den Ort streift, stößt immer
wieder auf Bildhauer-Werke: Eine Nixe, die sich am Naabufer räkelt, eine
mächtiger Waller, ein Wassermann, dessen Antlitz sich im Fluss spiegelt. Kurz
vor Ostern wird Gisela Walch die restlichen Figuren ihrer "Arche Noah"
auf der Naabbrücke installieren. Damit kommt Bürgermeister Bauer seiner Idee
eines Skulpturenparks näher.
Über eine halbe Tonne des weißen, rauen Auer Kalksteins hat Gisela Walch
für ihre Skulpturenfolge mit Hammer und Meißel bearbeitet. Sie ist eine der
weinigen Bildhauerinnen, die nicht zum Kompressor greifen, sondern mit der Hand
arbeiten. Weil die Skulpturen auf der neuen Naabbrücke eine Platz finden erden,
die mit ihrer Flutmulde Kallmünz vor einem schlimmen Hochwasser

Den Waller hat Albert Scholz dem Markt zur Verfügung gestellt.
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Bildhauerin Gisela Walch mit "Noahs
Frau", die auf
der Naabbrücke installiert wird |
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bewahren soll,
kam Walch auf die Idee mit der Arche Noah. Seit August befasst sich die
38jährige mit dem Thema. Sie meißelt ein Schiff mit Esel, Löwe, Widder, Maus
und Giraffe, das schon im Oktober auf der Brücke befestigt wurde.
Nun sind auch die beiden menschlichen Gestalten, Noah und seine Frau, fertig:
Walchs Atelier bei der alten Naabmühle steht der ernste, massige Noah in seinem
bodenlangen Mantel mit hohem Kragen, eine beeindruckend strenge Figur. Die
rundliche Frauengestalt strahlt dagegen Fruchbarkeit aus, wirkt überaus
weiblich und sehr bodenständig. Walch hat bei der Verwirklichung an die Göttin
Demeter gedacht. Nur einige Stellen des Steins hat sie geschliffen, damit das
Berühren ein sinnliches Erlebnis wird. Die übrige Oberfläche ist rau. |
Man
sieht die Meißelschläge. Auf dem Geländer werden sich die beiden Skulpturen
gegenüber stehen. Ein steinernes Schwein, eine Schildkröte und ein Taubenpaar
werden die Skülpturfolge am Ende der Brücke ab schließen.
Bürgermeister Siegfried Bauer liebt die Stein-Kunstwerke in Kallmünz. Sie
verleihen dem Ort ein unverwechselbares Gesicht, sagt er. Bei einem Brückenbau
mit einem Kostenaufwand von 3,5 Millionen Mark müsse auch das Geld für Kunst
erübrigt werden können. Auf dem Rückweg zum Rathaus zeigt der Bürgermeister
noch Albert Scholz Waller, der kürzlich am Flussufer platziert wurde. Mit
seinem kleinen Skulpturenpfad will Bauer Kunst und Landschaft in Einklang
bringen. "Die Arche war nicht der letzte Auftrag der Gemeinde",
kündigte er an.
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Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Galerie am Fels
Alte Dinauer Str. 1, 93183 Kallmünz
Tel: 09473 1331 oder 667
FAX: 09473 908971
Internet:
gaestehaus-scholz@t-online.de
www.haushaltsbuch.com
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