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DIETLDORF: Selbst der erste
richtige Herbsttag konnte die Feststimmung nicht verderben. Mit
der kirchlichen Segnung von Dorfplatz und Brunnen im Rahmen des
ersten Dietldorfer Brunnenfestes, hat die Umlandgemeinde nun auch
"offiziell" ihren neuen Mittelpunkt.
Zwei Jahre sind vergangen, seit die Stadt die Chance genutzt hat,
die sich durch den Verkauf des ehemaligen "Goss-Hauses"
ergeben hatte. Durch den Erwerb des zugehörigen Grundstückes und
dem Abbruch des unansehnlichen Gebäudes öffnete sich eine
Fläche, die idealer für einen lebendigen Dorfmittelpunkt nicht
sein könnte. So begann unter der Regie des Landschaftsarchitekten
Peter Zimmermann und der Firma R & B die Gestaltung einer
neuen Mitte, die vom Brückenkopf bis zum Brunnen reicht. Mit viel
Grün , Bäumen, Sträuchern und Pflanzen entstand ein Areal, das
entscheidend dazu beitrug, dass Dietldorf mit dem Prädikat
"Schönstes Dorf im Landkreis" ausgezeichnet wurde. |
Ein Stück attraktiver geworden
Bürgermeister Heinz Karg stellte daher in seiner Ansprache fest:
"Heute ist ein schöner, ja großartiger Tag für die
Dorfgemeinschaft Dietldorf." Wieder sei das
"Vorzeige-Dorf" ein Stück attraktiver geworden. Doch -
und auch dafür lobte Karg die Dietldorfer - wer den Wettbewerb
"Unser Dorf soll schöner werden" kenne, der wisse,
dass
im Gegensatz zu früheren
Zeiten, das Erscheinungsbild nicht allein den Ausschlag gebe.
Soziale und ökologische Zukunftsaspekte entschieden nunmehr bei
der Einstufung. Daher habe die Bewertungskommission vor allem
positiv vermerkt, "dass die gemeinsamen Bemühungen von Stadt
und Dorfgemeinschaft zu einer ganz wesentlichen Steigerung der
Lebensqualität und des dörflichen Zusammenhalts geführt
haben." Mit dem Dorfplatz sei eine passende, dörfliche und
ortsprägende Gestaltung verbunden. Darüber hinaus sei es im
Rathaus eine |
Selbstverständlichkeit gewesen, den Wunsch nach
einem Dorfbrunnen zu erfüllen.
bereit, Impulse von aussen
aufzunehmen.
Segnung durch Pfarrer Slowik
Die kirchliche Segnung von Platz und Brunnen nahm Pfarrer Andreas
Solwik vor, der mit Matthäus feststellte: "Alles was Gott
geschaffen hat, ist gut und nichts ist verwerflich, wenn es mit
Dank genossen wird." Und als hätte Petrus nur darauf gewartet,
wurde nach dem Festakt das Tröpfeln stärker; Gäste und
die für die Unterhaltung zuständige Musikkapelle Dietldorf zogen
in den Saal um.
Trotzdem wurde es dem Bronzenen Traidlschiffer auf seinem
Granitsockel den ganzen Tag über nicht langweilig. Immer wieder
besichtigten die Gäste des Festes den neuen Dorfplatz und den
Brunnen. |